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Bildwelten der Objekte – Materielle Kultur in ihrer bildlichen Repräsentation

Grundsätzlich ist der methodische Ansatz des Teilprojekts 3 „Bildwelten der Objekte“ an der Schnittstelle zwischen Kunst-, Bildwissenschaft und Realienkunde angesiedelt. Im Zentrum steht die bildliche Repräsentation von Parvenüs. Zu untersuchen ist das Verhältnis von Bildwirklichkeit und
Lebenswirklichkeit der Schnellaufsteiger hinsichtlich ihrer im Bild ‚sprechenden Objekte‘. Für das Parvenüprojekt bieten der römischen Spätbarock und seine materielle Kultur einen methodisch besonders günstigen Vergleichshorizont auch für die anderen Teilprojekte.


Die Kunstmetropole Rom ist als Leitfossil des Gesamtprojekts „Bürgerlicher Aufstieg im Spiegel der Objektkultur des 18. Jahrhunderts“ anzusprechen. Denn zum einen ist die Überlieferungssituation der Schrift- und Bildquellen in der Ewigen Stadt besonders günstig, so dass prosopografische Daten und Sammlungsgeschichte, Mäzenatentum und Kunstwahrnehmung in
ihren kausalen Zusammenhängen tiefenscharf ausgeleuchtet werden
können. Zum anderen ist Rom das Zentrum europäischer Parvenükulturen aufgrund des Nepotismus in der einmaligen politischen Verfasstheit als Wahlmonarchie. Der römische Nepotismus geriet aber um 1700
zunehmend in die Kritik, die vermutlich zur negativen Konnotation des
ursprünglich positiv besetzten Parvenübegriffs führte.


Teilprojekt 3 versucht den kunstsoziologischen Ansatz mit der Ideengeschichte der Ästhetik der Aufklärungszeit zu verknüpfen. Denn vermutlich ist die Parvenükultur als Nährboden für die Geschmacksbildung
anzusprechen, die im 18. Jh. die Verfeinerung der Sitten prägte. Um unter gesellschaftlichen Eliten zu reüssieren, war der Parvenü auf eine
gesteigerte Form der ästhetischen Selbstdarstellung angewiesen.
In diesem gesellschaftlichen Kräftefeld bildeten sich die Einheit und Eigenheit der Freien und Angewandten Kunst aus.

 

Porträt des Senator Nicolò Bielke

 

Porträt des Senator Nicolò Bielke, anonymer Künstler, ca. 1760, Rom,
Braschi-Museum. Foto: Philipp Zitzlsperger.

 

 

Team

 

 

Prof. Dr. habil. Philipp Zitzlsperger

Prof. Dr. habil. Philipp Zitzlsperger

Projektleitung und -bearbeitung

 

Prodekan Forschung

Professur für Kunst- und Designgeschichte

Fachbereich Design (AMD) der Hochschule Fresenius - University of Applied Science

Pappelallee 78/79

10437 Berlin

 

 

 

 

 

HHU

 

 

 

Fresenius

 

 

 

 

Hetjens

DTM

 

 

 

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